Bergfexin

Geißstein

mountaineering

T3

2363 m

8 km

700 Hm

3,5 h

Bürglhütte

Salzachtal

Fährt man mit dem PKW bis zur Bürglhütte, wird die Besteigung des Geißsteins zu einer angenehmen Halbtagestour, bei der genügend Zeit für eine gemütliche Einkehr auf der sonnigen Hüttenterrasse bleibt. Der Geißstein (2.363 m) zählt zu den Pinzgauer Grasbergen, die den südlichsten Teil der Kitzbüheler Alpen bilden. Wie der Name dieser Gebirgsgruppe schon verrät, handelt es sich hier vorwiegend um sanfte, grasbewachsene Höhenzüge, die sich ideal für aussichtsreiche Wanderungen eignen. Trotzdem ist der Geißstein kein bloßer „Grashügel“: Einige steilere Passagen verlangen Trittsicherheit, besonders im oberen Bereich. Der Aufstieg führt über weite Almmatten, auf denen im Sommer Kühe weiden, und bietet immer wieder beeindruckende Ausblicke auf die Hohen Tauern im Süden. Im Spätsommer laden die zahlreichen Heidelbeersträucher am Wegesrand zu kleinen Pausen ein. Am Gipfel eröffnet sich ein 360-Grad-Panorama, das vom Großvenediger über die Loferer und Leoganger Steinberge bis hin zum Wilden Kaiser reicht – ein idealer Aussichtspunkt für alle, die ohne technische Schwierigkeiten hoch hinaus wollen. Die Rundtour über den Geißstein ist somit eine perfekte Kombination aus entspannter Wanderung, alpin-landschaftlichem Erlebnis und kulinarischem Genuss – sei es durch die heimischen Heidelbeeren unterwegs oder ein Stück Kuchen auf der Bürglhütte zum Abschluss.

Startpunkt ist der Parkplatz der Bürglalm – der Wanderweg beginnt direkt auf der Hüttenterrasse. Zunächst folgen wir dem Direktweg zum Geißstein, bis zum ersten Abzweig. Dort nehmen wir den Weg zur Murnauer Scharte, der mit herrlicher Aussicht zu den Hohen Tauern über Almwiesen zur Scharte führt. An der Scharte wachsen zahlreiche Heidelbeeren, die im Spätsommer zum Naschen einladen. Weiter geht es zwischen den pink blühenden Erika-Sträuchern hinauf zum Leitenkogel. Anschließend wird der Weg kurz etwas anspruchsvoller (T3): Ein steiler Hang muss überwunden werden, bevor die schmale Spur über einen abschüssigen Hang zur Kreuzung mit dem Normalweg führt. Auf dem Südgrat geht es dann unkompliziert zum Gipfel. 

Für den Abstieg über den Westgrat (schwarzer Bergweg) wurden zwei kurze ausgesetzte Passage mit einem Geländer gesichert. Abgesehen davon führt der Weg weiter durch weitläufige Kuhweiden zur Sintersbachscharte. Von der Scharte streben wir schließlich zurück zur Bürglalm, zum wohlverdienten Abschluss dieser Almwiesen-Heidelbeeren-Panoramarunde.