Bergfexin

Cima Cadi & Cima Verda

mountaineering

T3

2449 m

6 km

700 Hm

3,5 h

Passo della Foppa

Belvedere, Passo del Mortirolo

Die Cima Cadi und ihre Nachbarin, die Cima Verda, sind zwei hervorragende Aussichtsgipfel, die trotz ihrer leichten Erreichbarkeit vom Mortirolopass erstaunlich selten besucht werden. Dank ihrer Lage zwischen zwei tief eingeschnittenen Tälern – dem Valtellina und dem Valcamonica – eröffnet sich von hier oben ein freier Rundblick auf zahlreiche Gebirgsgruppen: Von der nahen Adamellogruppe über die Bergamasker Alpen bis hin zu Bernina, Livigno und den Ortleralpen. Für die Besteigung ist etwas Wegfindungsgespür gefragt – das Gelände ist jedoch nirgends schwierig oder ausgesetzt. Die schönste Zeit für eine Besteigung ist entweder während der Alpenrosenblüte im Frühsommer oder wenn die Heidelbeeren reif sind (ca. Ende August / Anfang September) – dann zeigt sich die Landschaft von ihrer farbenprächtigsten Seite.

Der Beginn des Wanderwegs zu den beiden Gipfeln ist an der Strasse ausgeschildert. Zunächst führt der Pfad durch Lärchenwald bergauf, bevor man eine Hochebene mit Alpenrosen und Heidelbeeren erreicht. Nun geht es eine Weile unterhalb der Cima Verda auf einem Aussichtsbalkon dahin.
An einer Wegkreuzung steigt man weiter hinauf zum Pass zwischen den beiden Gipfeln. Der Aufstieg über den Nordrücken der Cima Cadi folgt anfangs noch deutlichen Wegspuren, die sich jedoch zunehmend verlieren. Im offenen Gelände ist die Orientierung aber einfach – verlaufen kann man sich kaum. 

Der Weg zur Cima Verda ist rot-weiß markiert. Die Markierungen leiten über den steilen Südwestgrat zum Gipfel, auf dem stolz eine italienische Flagge weht. Vom Gipfel führen Wegspuren über den Nordgrat wieder hinunter. Der Punkt, an dem man den Grat verlassen muss, ist leicht zu übersehen – hier heißt es, kurz durchs Gestrüpp zu kämpfen. Das kleine Steiglein endet wieder auf der Heidelbeer-Hochebene, wo ein Steinmann den Abzweig markiert. Von dort geht es auf bekanntem Weg gemütlich zurück.